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	<title>Das Blog vom Sündenbock</title>
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	<description>Neues zum Fußball in Babelsberg und Leutzsch</description>
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		<title>BSG Chemie Leipzig vs. LSV Südwest II</title>
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		<pubDate>Tue, 24 May 2011 05:56:41 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[BSG Chemie]]></category>
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		<description><![CDATA[Während die Leutzscher im Gewand des FC Sachsen Leipzig ihrem Verein die letzte Ehre im altehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark erwiesen und einen beachtlichen 2:0-Erfolg über Budissa Bautzen verfolgen durften, bevor am Ende noch einmal den Emotionen freien Lauf gelassen wurde, betraten auch &#8230; <a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2011/05/24/bsg-chemie-leipzig-vs-lsv-sudwest-ii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=286&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsvrc3bcckbig.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-291" title="chemielsvrückbig" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsvrc3bcckbig.jpg?w=640" alt=""   /></a>Während die Leutzscher im Gewand des <strong>FC Sachsen Leipzig</strong> ihrem Verein die letzte Ehre im altehrwürdigen Alfred-Kunze-Sportpark erwiesen und einen beachtlichen <strong>2:0-Erfolg über Budissa Bautzen</strong> verfolgen durften, bevor am Ende noch einmal den Emotionen freien Lauf gelassen wurde, betraten auch andersorts Spieler in grün-weiß den Rasen, um für „Chemie“ Fußball zu spielen: Die Kicker der <strong><span style="color:#008000;">BSG Chemie Leipzig</span></strong>, ihres Zeichens unangefochtener Tabellenführer der 1. Kreisklasse (Staffel 1) des Stadtverbandes Leipzig, standen zum erneuten Male innerhalb zweier Wochen ihren Kontrahenten der <strong>Reserve des LSV Südwest</strong> gegenüber. Das Hinspiel, das aufgrund der widrigen Witterungsbedingungen in der ersten Halbserie erst am vorletzten Mittwoch stattfand – der LSV trat damals das Heimrecht an die BSG Chemie ab –, konnten die Gäste dank guter kämpferischer Leistung und Leutzscher Abschlussschwäche letztlich verdient mit 1:2 für sich entscheiden. Damit ward der BSG die <strong>erste Saisonniederlage</strong> beigebracht. Negativer Beigeschmack war vor allem die schwere Verletzung des Torschützen zum 0:1-Führungstreffer für die LSVler, David Böhme. Gute Besserung an dieser Stelle! Den Leutzschern, die in den vergangenen Spielen alles andere als überzeugen konnten, war also an Wiedergutmachung gelegen. Man durfte gespannt sein, wie die Mannen mit dem Fünfeck diesmal den Südwestlern entgegentreten würden, von denen vor allem der kräftig gebaute D. Papsdorf, Entsender zahlreicher katapultartiger Einwürfe, in Erinnerung blieb.</p>
<p><span id="more-286"></span></p>
<div id="attachment_297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsv1.jpg"><img class="size-medium wp-image-297" title="chemielsv1" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsv1.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Auf ein Neues!</p></div>
<p>Bei schönstem Fußballwetter, dem auch ein kurzer Schauer nichts anhaben konnte, fanden mehr als <strong>300 Zuschauer</strong> den Weg an die Merseburger Straße und wurden nicht enttäuscht: Die BSG zeigte sich von Beginn an bemüht, die „Hinspiel“niederlage vergessen zu machen und spielte couragiert nach vorn. Der Offensivdrang wurde alsbald belohnt: Wurde eine erstklassige Einschussmöglichkeit zunächst leichtsinnig versiebt, tankte sich Marco Blanc in der 10. Minute stark durch die Gästeabwehr und legte klug auf seinen mitgelaufenen Sturmpartner <strong>Philipp Roßner</strong> auf, der im zweiten Versuch zur <strong>1:0-Führung</strong> verwandelte. Wenige Minuten später hatte Blanc nach präziser Flanke Roßners den zweiten Treffer auf dem Fuß – besser: auf dem Kopf -, doch LSV-Torhüter Winkler war auf der Hut und parierte zur Ecke.</p>
<div id="attachment_298" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsv2.jpg"><img class="size-medium wp-image-298" title="chemielsv2" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsv2.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Wie immer voller Leben: Die Leutzscher Fankurve</p></div>
<p>Ein weiterer Schussversuch Blancs fand zwar nur den Weg an die Querlatte, doch das Schiedsrichtergespann hatte ohnehin korrekt auf Abseits entschieden. Zwanzig Minuten waren gespielt, da durften die Chemie-Fans ein zweites Mal jubeln: Nachdem sich Winkler leicht verschätzte und Blancs daraus resultierender Kopfball noch gerade so auf der Linie geklärt werden konnte, fasste sich <strong>Christian Hense</strong> ein Herz und erzielte per <strong>artistischer Einlage</strong> das verdiente <strong>2:0</strong> für Chemie. Danach passierte noch allerhand – allerdings nichts Zählbares. Bis kurz vor dem Halbzeitspfiff, als <strong>Roßner zum zweiten Mal einnetzte</strong>, nachdem er einem gegnerischen Tackling elegant entwich. Die Hintermannschaft des LSV sah zuvor wieder einmal nicht gut aus.</p>
<div id="attachment_299" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsv3.jpg"><img class="size-medium wp-image-299" title="chemielsv3" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsv3.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Heute der Torhungrigste auf dem Platz: Philipp Roßner, hier bei seinem zweiten Treffer</p></div>
<p>Die Halbzeit erbot dem interessierten Chemiker neben dem Gang zum Bierstand die Gelegenheit, sich mit den neuesten Updates von den turbulenten Geschehnissen im wenige Kilometer entfernten Alfred-Kunze-Sportpark zu versorgen. Vielen Chemie-Fans, ob altem Schlachtenbummler oder jungem Ultra, war anzusehen, trotz all den negativen Erlebnissen der vergangenen Jahre noch nicht jegliche emotionale Bindung zum einstigen Heimatverein verloren zu haben.</p>
<p>Ehe man jedoch allzu sehr in Erinnerungen an vergangene Zeiten schwelgen konnte, bat das Schiedsrichterkollektiv zur zweiten Halbzeit, in der beide Mannschaften im Prinzip nahtlos an die ersten 45 Minuten anknüpften: Der LSV weiterhin mit großen Problemen im Spielaufbau und mit großen Lücken in der Verteidigung. Einzig das noch ausbaufähige Leutzscher Sturmverhalten – die Abseitsfalle schnappte noch ein ums andere Mal zu – verhinderte weitere Torerfolge der BSG. Das Spiel plätscherte, wie man so schön sagt, so vor sich hin. Ganz im Gegensatz zur <strong>Fankurve</strong>, welche ordentlich aufdrehte und einen feinen Support mit der gewohnt delikaten Mixtur aus alten Gassenhauern und schönen Melodien hinlegte.</p>
<div id="attachment_300" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsv4.jpg"><img class="size-medium wp-image-300" title="chemielsv4" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/chemielsv4.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Fünf, vier, drei, zwei, eins... Heeeeyyyy!</p></div>
<p>Das Ganze bereitete so sehr Spaß, dass der berechtigte und von <strong>Andreas Skinkys zum 1:3-Anschluss verwandelte Elfmeter</strong> kaum Beachtung fand (69. min). Großartig Zeit zur „Trauer“ gab es ohnehin nicht, denn wiederum nur vier Minuten später krönte <strong>Philipp Roßner</strong> seine gute Leistung mit <strong>seinem dritten Tor</strong> und stellte damit den alten Abstand wieder her. So sehr ich den Dreifachtorschützen loben darf, nicht weniger eindringlich fällt meine Bitte aus, sich doch demnächst mal einen anderen Look als Team- und Sturmkollege Marco Blanc zuzulegen – ist wirklich verdammt schwer, euch im Eifer des Gefechts auseinanderzuhalten!</p>
<div id="attachment_301" class="wp-caption aligncenter" style="width: 210px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/blancroc39fner.jpg"><img class="size-medium wp-image-301" title="blancroßner" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/blancroc39fner.jpg?w=200&#038;h=300" alt="" width="200" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Is&#039; doch wahr!</p></div>
<p>Wesentlich leichter macht es dem geneigten Spielberichtverfasser da die scheinbar von Götterhand geschaffene Figur eines Daniel Goldmann. Apropos: Selbiger tauchte – gerade eingewechselt – kurz darauf frei vor dem LSV-Tor auf, doch sein Linksschuss klatsche lediglich gegen den rechten Pfosten. Den Stimmungskanonen auf der Gegengeraden war es egal, sie feierten weiterhin das, was für sie seit inzwischen beinahe drei Jahren „Chemie“ ausmacht. Frecherweise wurden lautstarke Bekenntnisse zur alten Leutzscher Heimat in der 75. Spielminute vom erneuten <strong>Anschlusstreffer zum 2:4 durch Philipp Dietze</strong> unterbrochen. Der normalerweise fällige Platzsturm blieb jedoch aus. Danach vermochten es die Gäste nicht mehr so recht, weitere Tormöglichkeiten herauszuspielen (oder wie es seit Louis van Gaal in allen Gazetten heißt: „zu kreieren“). Anders dagegen die Grün-Weißen, denn drei Minuten später fand eine famose Flanke Shota Khokerashvilis in <strong>Christian Magnus</strong> (lat. „der Große“; wie wahr!) ihren dankbaren Abnehmer – <strong>5:2 für Chemie</strong>! Zu guter Letzt durfte sich auch der bis dahin zwar bemühte, aber glücklose <strong>Marco Blanc</strong> in die Torschützenliste eintragen, als Christian Hense eine flache Hereingabe Georg Heiers umsichtig (und natürlich vollkommen absichtlich!) passieren ließ und Marco blank stehend zum <strong>6:2</strong> einschob. Zehn weitere Minuten vergingen mit lautem Gesang, bis der junge, insgesamt gut leitende Schiedsrichter Oliver Berg die Partie beendete. Die Revanche war mehr als gelungen, was vor allem am frappierenden Leistungsschwund der Südwestler lag. Zu keinem Zeitpunkt entstand der Eindruck, dass der Sieg der Gastgeber gefährdet sein könnte, was vermutlich auch auf personelle Schwierigkeiten beim LSV zurückzuführen sein dürfte.</p>
<p>Nach dem Spiel war nicht nur das Bier alle („Buh!“), es fand auch eine <strong>gemeinsame Besprechung mit Mannschaft, Trainer, Vorstand und Fans</strong> statt, in der die weiteren Perspektiven der BSG Chemie Leipzig erläutert wurden. Trotz aller Bedenken hinsichtlich der Finanzierungsmöglichkeit des energiehungrigen Alfred-Kunze-Sportparks war sich am Ende ein jeder einig: Der grün-weiße (Nachwuchs-)Fußball darf nicht sterben – übrigens ebenso wenig das in den vergangenen drei Jahren Erreichte – und die BSG Chemie gehört ins Leutzscher Holz!</p>
<div id="attachment_302" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/besprechung.jpg"><img class="size-medium wp-image-302" title="besprechung" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/05/besprechung.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Ängste und Hoffnungen, Realitäten und Visionen...</p></div>
<p>In diesem Sinne fiel ertönte folgende Parole am vergangenen Sonntag umso lauter:</p>
<p><strong><span style="color:#008000;">„Chemie, Chemie, nur noch Chemie!“</span></strong></p>
<p>PS: Ein Dank geht an die Urheber der Solidaritätsbekundung mit den „Niemals!“-Bewahrern in der Orange Times!</p>
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<p><em>Nachtrag 1: Ergänzungen des Artikels um Bilder vom Spiel in Kürze.</em></p>
<p><em>Nachtrag 2: Die neueste Intrige der &#8220;werten Herren&#8221; um und hinter Gallionsfigur Bernd Bauchspieß (einst Mitglied der legendären Meisterelf von 1964, vor kurzem noch Verfechter einer Fusion mit dem VfB Leipzig und danach Befürworter des Einstiegs von Red Bull beim FC Sachsen) ist dem Autor bekannt, wird aber vorerst nicht weiter kommentiert. <strong>Den am Leutzscher Fußballgeschehen Interessierten sei einmal mehr der <a href="http://www.chemieblogger.de" target="_blank">Chemieblogger</a> nahe gelegt, der die aktuellen Neuigkeiten aus Presse, Foren und Blogosphäre kritisch beleuchtet.</strong><br />
</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/286/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/286/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=286&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Einmal kurz genauer hingeschaut&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 03:04:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[FC Bayern München]]></category>
		<category><![CDATA[Kommerzialisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Manuel Neuer]]></category>
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		<category><![CDATA[TSV 1860 München]]></category>
		<category><![CDATA[Uli Hoeneß]]></category>
		<category><![CDATA[Ultras]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Die Auswüchse der Fanokratie&#8221; titelt das Onlinesportportal Sport1.de und ist sich sicher, die Gründe für die zunehmende Protestkultur in deutschen Fußballstadien zu kennen. Dabei enthält bereits die Überschrift genauer betrachtet den ersten Fehler, denn von einer echten Basisherrschaft der Fans &#8230; <a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2011/04/08/einmal-kurz-genauer-hingeschaut/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=268&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Die Auswüchse der Fanokratie&#8221;</strong> <a href="http://www.sport1.de/de/fussball/fussball_bundesliga/artikel_375263.html">titelt das Onlinesportportal Sport1.de</a> und ist sich sicher, die <em>Gründe</em> für die zunehmende Protestkultur in deutschen Fußballstadien zu kennen. Dabei enthält bereits die Überschrift genauer betrachtet den ersten Fehler, denn von einer <em>echten</em> Basisherrschaft der Fans im Profifußball kann nun wirklich keine Rede sein. Weil der Autor Maik Rosner das Vorhandensein von Interesse vorgibt, nicht nur medientypisch den Übeltäter in der die jeweilige Fanszene dominierenden Gruppierung &#8211; zumeist die lokalen Ultras -, sondern auch nach den Ursachen für die Unzufriedenheit mit der von oben praktizierten Vereinspolitik zu suchen, soll der Versuch dessen hiermit einer kritischen Betrachtung unterzogen werden. Es wird verdeutlicht, welcher Mittel sich der Schreiber bedient, um die Sympathie des Lesers weg von den Protestlern hin zu den Attackierten zu lenken. Auch sollen einige im Artikel thematisierte Sachverhalte eine genauere Darlegung erfahren und ggf. Ergänzungen vorgenommen werden.</p>
<p><span id="more-268"></span></p>
<p>Besonders effektiv für das Ziel, eine Parteiergreifung der Leserschaft zu erwirken, ist das Schüren von <strong>emotionaler Betroffenheit</strong>, denn dafür sind die Deutschen bekanntlich besonders empfänglich. Im Fußballkontext hierfür hervorragend geeignet: Der Freitod des früheren Nationaltorhüters Robert Enke, dessen Ursache ein jeder richtigerweise in der &#8220;kalten, unmenschlichen&#8221; Welt des Spitzenfußballs fand &#8211; ohne jedoch nach der Wurzel des Übels, von der später noch die Rede sein wird, zu graben. Der Artikel jedenfalls konstruiert eine Parallele zwischen dem <em>Leistungsdruck einerseits</em>, der als Grund für den Tod Enkes gilt, und den neuerlichen <em>verbalen Anfeindungen</em> gegen Bayern-Präsident Uli Hoeneß <em>andererseits</em>, der sich allen Beteuerung zum Trotz für die Rettung des insolventen Stadt- und Erzrivalen des FC Bayern, dem TSV 1860 München, engagiert.</p>
<p>Dass es sich beim &#8220;Mr. FC Bayern&#8221; nicht gerade um ein Unschuldslamm handelt, findet erst im letzten Absatz des Artikels Erwähnung. Bis dorthin nimmt Hoeneß die zur Erweckung von Sympathie vorteilhafte <strong>Rolle des Opfers</strong> ein. Vor einer guten Dekade war es der &#8220;herzliche Uli&#8221;, der die Kokainaffäre um den Beinahe-Bundestrainer Christoph Daum entfachte, vorgeblich mit dem Ziel, das Ansehen des deutschen Fußballs vor Schaden zu bewahren. Hoeneß&#8217; Kritiker erkannten in dessen Verhalten dagegen das Bemühen, den jahrelang schwelenden Konflikt mit dem Lieblingsrivalen für sich zu entscheiden. Mit Erfolg &#8211; denn Daums Reputation war vorerst hinüber. Auch heute, kurz nach Bekanntgabe der Einstellung Daums als Trainer der Frankfurter Eintracht, ist der Wurstfabrikant um keine <a href="http://www.google.de/url?sa=t&amp;source=web&amp;cd=2&amp;ved=0CCgQFjAB&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.fr-online.de%2Fsport%2F-pulver-im-kaffee-%2F-%2F1472784%2F8278714%2F-%2Findex.html&amp;rct=j&amp;q=pulver%20im%20kaffee&amp;ei=wUyeTcPjEYSPsway6KDoAQ&amp;usg=AFQjCNEM6b5dNxKrzK1Gxkk-YNumdC2i0w&amp;cad=rja">schnippische Bemerkung</a> gegen den Intimfeind verlegen.</p>
<p>Egal &#8211; Rosner und seinesgleichen sind sicher: Den kritischen Stimmen geht es nicht um die <strong>Partizipation im Vereinsgeschehen</strong> und die <strong>Verfolgung einzelner Interessen</strong> wie die Verhinderung einer Verpflichtung des mit der Gelsenkirchener Ultràszene harmonierenden Schalke-04-Keepers Manuel Neuer oder die Verhinderung einer Rettung der &#8220;Löwen&#8221;, sondern um die (vereinsfunktionale) <strong>Defacto-Eliminierung</strong> des ehemaligen Bayern-Managers, dessen Einfluss auf das Vereinsleben nach wie vor allgegenwärtig erscheint. <em>Beweise</em> für diese These, wonach die aktiven Bayernfans mit dem ohnehin völlig unrealistischen Rücktritt Uli Hoeneß&#8217; ihr wahres Ziel erreicht hätten, bleibt der Autor schuldig.</p>
<p>Stattdessen wird die Galionsfigur der sogenannten &#8220;Fanforschung&#8221; ins Feld geführt &#8211; <strong>Gunter A. Pilz</strong>, jüngst <a href="http://www.tz-online.de/sport/fussball/fc-bayern/interview-gunter-a-pilz-tz-1189859.html">interviewt von der Münchner &#8220;TZ&#8221;</a>. Anhänger des Vorwurfs, Pilz&#8217; Beobachtungen der Dynamik in den Fanszenen seien &#8211; vorsichtig ausgedrückt &#8211; nicht immer präzise, dürften sich ob so mancher Äußerung während des Gesprächs einmal mehr bestätigt fühlen. Auf die Frage, wie die Wut der Südkurvenfans des FC Bayern erklärbar sei, weiß Pilz keine rechte Antwort, denn &#8211; und dies gibt er offen zu &#8211; er sei &#8220;zu weit weg&#8221;. Dennoch, dies steht für ihn außer Zweifel, sei das Verhalten der Fans &#8220;durch nichts mehr zu rechtfertigen&#8221;. Als nächstes wirft er die Frage auf, ob die Sache mit der Meinungsfreiheit nicht auch zu weit ginge (vgl. Demonstrationsrecht bei Stuttgart21), denn das Spruchband (&#8220;Hoeneß, du Lügner&#8221;), das übrigens laut Eigenaussage nicht von der Münchner Ultràgruppierung <strong>&#8220;Schickeria München&#8221;</strong> stammt &#8211; und nüchtern betrachtet einiges an Wahrheit enthält -, schüre Hass und Gewalt. Apropos: <em>Ausgerechnet</em> die Schickeria gilt Pilz als <em>Vorreiter</em> einer von ihm ausgemachten negativen Entwicklung der zunehmenden Gewaltanwendung in Deutschlands Fanlandschaft. Wer sich intensiver mit den verschiedenen Fanszenen innerhalb der Bundesrepublik auseinandersetzt, kommt nicht umhin, des Fanforschers Kompetenz angesichts solcher Verlautbarungen ernsthaft in Frage zu stellen. Weitere Ausführungen sollen an dieser Stelle aber nicht erfolgen. Des Dilemmas Lösung hat der Analyst des Fangeschehens ohnehin bereits entdeckt: Die Aufständigen gehören zur Raison gebracht oder, wenn dies misslingt, ausgesperrt. Besonders interessant ist die von Pilz vorgenommene Subsumtion verbaler Angriffe und Kritik unter &#8220;Gewalt&#8221; [1] &#8211; als ob nicht der <em>Profifußball an sich</em> mit seinen extremen physischen und psychischen Belastungen, dem Leistungsdruck und der mit allen Mitteln ausgefochtenen Konkurrenz innerhalb und außerhalb des eigenen Teams, nicht ein einziger Hort der &#8220;Gewalt&#8221; wäre. Die Ungenauigkeit der Argumentation des Fanforschers weist frappierende Ähnlichkeit zur nationalen Bestürzung über Robert Enkes Tod vor zwei Jahren auf. Dass eben erwähnte (nicht immer delikate) Nebenwirkungen, welche nun wirklich kein fußballexklusives Phänomen darstellen &#8211; ein Blick auf die <a href="http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~E29AF620CFA1648CDA4D73F498ED37C79~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Selbstmordrate in einem führenden Industrieland wie Japan</a> spricht Bände -, die <em>logische Konsequenz</em> eines auf <strong>Ein- und Unterteilung in Gewinner und Verlierer</strong> ausgerichteten Systems sind, will anscheinend keiner wahrhaben.</p>
<p>Weil nun mal außer Zweifel steht, dass es sich bei den Aufsässigen in der Tat mitnichten um eine kleine Splittergruppierung innerhalb der roten Fangemeinschaft handelt &#8211; einen offenen Brief, der die wesentlichen Forderungen der Südkurve teilt, unterschrieben <strong>mehr als 130 Fanklubs</strong>; auch hingen überall im Stadion als Zeichen des Protests die Zaunfahnen verkehrt herum &#8211; muss dann eben die <em>Glaubwürdigkeit</em> der &#8220;Parolen der Schickeria&#8221; in Frage gestellt werden. Verblüffend deckungsgleich auch hier die Mechanismen zur Diskreditierung unliebsamer demokratischer Prozesse in Tagespolitik und Fanpolitik. Ob es sich nun um unerwünschte Wahlergebnisse in Palästina oder unbequem hohe Beteiligungsquoten an Widerstandsaktionen im politisch wenigstens stabileren München handelt &#8211; mit rechten Dingen kann das Ganze nicht zugegangen sein! Als Beweis dienen angebliche Gewaltandrohungen gegen Pro-Hoeneß-Aktivisten. Geflissentlich übersieht der Sport1-Redakteur allerdings die zahllosen Verwünschungen, Drohungen und Diffamierungen seitens Südkurvengegnern in den (Online-)Kommentarspalten der lokalen und überregionalen Gazetten. Aufschlussreich wäre an dieser Stelle mit Sicherheit ein kurzer Blick in die Postkästen der maßgeblichen Vorreiter des &#8220;Fanaufstandes&#8221; durch den Autor. Dafür müsste man diesem jedoch (naiverweise) das Interesse an einer ausgewogenen Berichterstattung unterstellen.</p>
<p>Faktisch korrekt dagegen die Aufzählung vergleichbaren &#8220;Fanwütens&#8221; bei Vereinen wie dem FC Schalke 04 [2] oder dem 1. FC Köln. Einen <em>Grund</em> für den Drang der aktiven Fans und Supporters, auch auf die Personalpolitik Einfluss zu nehmen &#8211; in Anbetracht der Tatsache, durch die Erzeugung der bei der konsumierenden Mittelschicht auf den Sitzplatztribünen so beliebten &#8220;Fußballatmosphäre&#8221; <strong>maßgeblichen Anteil an den Einnahmen</strong> zu haben, mit denen <em>die Transfers</em> letztlich getätigt werden, entgegen anderslautender Auffassung des oben genannten Fanwissenschaftlers ein durchaus berechtigtes Anliegen &#8211; ist übrigens auch nicht weiter schwer. Die <strong>Identifikation</strong> der Fans mit den Spielern ihres Vereins dürfte vor der zunehmenden Kommerzialisierung des Fußballs, als &#8220;lebenslange Karrieren&#8221; bei ein und demselben Verein beileibe keine Seltenheit darstellten, ungleich größer gewesen sein. Dennoch ist der Wunsch nach (dem eigenen, natürlich glorreichsten und besten Klub!) würdigen Akteuren ungebrochen, womit klar sein sollte, weshalb Münchner Ultras, welche sich nach eigener Auskunft zu 100% mit Verein und Stadt identifizieren, einen &#8220;Schalker Ultra im Torwarttrikot&#8221; bei vollkommener Klarheit über dessen spielerische Fähigkeiten einfach nicht akzeptieren wollen und stattdessen eine Weiterverpflichtung der aktuellen Nummer 1 im Bayern-Tor, Thomas Kraft (seit 7 Jahren beim FC Bayern aktiv), favorisieren. Die Liste von Aufbegehren engagierter Fans gegen die nicht enden wollende Kommerzialisierung des Fußballs ließe sich freilich noch viel weiter fortsetzen. Die seit jeher antikapitalistisch eingestellten Anhänger des <strong>FC Sankt Pauli</strong> erregten kürzlich mit der <a href="http://www.sozialromantiker-stpauli.de/wordpress/?p=12">Forderung nach einer Einstellung des Ausverkaufs der traditionellen Werte</a> des Vereins große Aufmerksamkeit.[3]</p>
<p>Der Sport1-Artikel endet mit einigen <em>zutreffenden Befunden</em> über die von aktiven Fans [4] bekämpften Begleiterscheinungen des &#8220;modernen Fußballs&#8221; &#8211; teure Eintrittskarten und Merchandisingprodukte, Pay-TV und überbordende Werbung &#8211; und das Anliegen dieser Fans, nicht vollends zu bloßen Konsumenten degradiert zu werden. <em>Trotzdem</em> sind &#8220;die Auswüchse der Fanokratie&#8221; für den Autor &#8220;nicht zu rechtfertigen&#8221;.</p>
<p><strong>Aktive Mitgestaltung durch die Basis &#8211; in unserer demokratischen Gesellschaft eben nur bedingt erwünscht. Der Fußball bildet da einmal mehr keine Ausnahme.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p>[1] Den Gewaltbegriff auf bloße verbale und körperliche Angriffe zu beschränken, zeugt von einer recht selektiven Wahrnehmung. Eine im Fußballzusammenhang sehr präsente Form der Gewalt <a href="http://www.chemieblogger.de/2010/10/31/leutzsch-jagt-mkleeberg-red-bull-uebt-finanzielle-gewalt-aus/">thematisiert der Chemieblogger</a>.</p>
<p>[2] Unpräzise dagegen wieder einmal die Angabe des tatsächlichen Hauptkritikpunktes der aktiven Schalker Fanszene: die ausufernden Alleinvertretungsansprüche des Trainernapoleons Felix Magath.</p>
<p>[3] Nicht wenige Journalisten gerieten ob des systemkritischen Hintergrunds der Bewegung &#8220;Bring back Sankt Pauli&#8221; in Verlegenheit, passte dieser (und auch der neuerliche, zum Spielabbruch führende Becherwurf) doch so gar nicht in das von Vereinsführung und Medien konstruierte Bild des &#8220;kuschelig-kultigen Kiezklubs&#8221;.</p>
<p>[4] Dem Leser wird die Hervorhebung des Prädikats &#8220;aktiv&#8221; beim Stehplatzkurvenfan nicht entgangen sein. Daher eine kurze Erläuterung der Bewandtnis dieser Titulierung: Der Zuschauer in der Fankurve, welcher versucht, mithilfe von Gesängen, Choreographien, Fahnenschwenken aktiv auf das Spielgeschehen einzugreifen (Motivation der eigenen Mannschaft durch &#8220;Support&#8221;), unterscheidet sich in großem Maße von der übrigen Zuschauerschaft auf den Sitzplätzen, in den Logen und vor allem vor den Sky-Flachbildschirmen. Der Grad der Identifikation mit dem eigenen Verein und damit die Interessenlage ist beim &#8220;Supporter&#8221;/&#8221;Ultra&#8221; eine gänzlich anderer. Für die Wahrung des historisch gewachsenen Vereinsprofils (= Tradition)  nimmt er eben auch mal sportlich-wirtschaftliche Entbehrungen der  Lizenzabteilung des Klubs in Kauf,  Pfiffe bei einem für blamabel befundenen Halbzeitergebnis &#8211; in der Münchner Allianz-Arena allzu häufig ein 0:0 &#8211; sind ihm fremd und der Einsatz von Pyrotechnik ist für ihn eben nicht gleichbedeutend mit &#8220;Ausschreitungen&#8221; oder &#8220;Krawallen&#8221;. Umlandfans &#8211; jede &#8220;Zecke&#8221; will gleichzeitig &#8220;Pauli-Fan&#8221; sein, wie eben gefühlt jeder zweite deutsche Fußballinteressent Bayern-Fan ist &#8211; sind ihm nicht selten ein Dorn im Auge, wenn sie dem Ur-Münchner/-St.Paulianer wieder einmal das Ticket &#8220;klauen&#8221; und mangels fanszenetechnischem Wissen nicht aktiv an der akustischen Unterstützung der Mannschaft teilnehmen können. Diese Aspekte ließen sich noch endlos fortführen, sollen aber an dieser Stelle als exemplarische Darstellung des Sachverhalts genügen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/268/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/268/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=268&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kickers 94 Markkleeberg II vs. BSG Chemie Leipzig</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Apr 2011 18:08:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[BSG Chemie]]></category>
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		<category><![CDATA[BSG Chemie Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Camillo Ugi]]></category>
		<category><![CDATA[Diablos Leutzsch]]></category>
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		<description><![CDATA[Es gibt Momente im Werdegang eines Vereins, welchen mit Fug und Recht das Prädikat &#8220;Meilenstein&#8221; verliehen werden darf. Auszeichnungen wie diese bedürfen natürlich wohlbedachten Einsatzes und dennoch, was sich am vergangenen Sonntag &#8211; nach Angaben des Gastgebers &#8211; 850 Zuschauern &#8230; <a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2011/04/05/235/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=235&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickersvschemiebig.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-239" title="kickersvschemiebig" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickersvschemiebig.jpg?w=640" alt=""   /></a>Es gibt Momente im Werdegang eines Vereins, welchen mit Fug und Recht das Prädikat <strong>&#8220;Meilenstein&#8221;</strong> verliehen werden darf. Auszeichnungen wie diese bedürfen natürlich wohlbedachten Einsatzes und dennoch, was sich am vergangenen Sonntag &#8211; nach Angaben des Gastgebers &#8211; <strong>850 Zuschauern</strong> im Sportpark &#8220;Camillo Ugi&#8221; erbot, war einfach magisch. An dieser Stelle entschuldige ich mich schon einmal, sollte dem nachfolgenden Bericht vor lauter Enthusiasmus ein wenig die Objektivität abhanden gekommen sein. Wer das Glück hatte, dabei gewesen zu sein, wird es mir hoffentlich nachsehen.</p>
<p><span id="more-235"></span></p>
<p>Von vorn: Seit Wochen fieberten die Fans der <strong><span style="color:#008000;">BSG Chemie</span></strong> dem &#8211; in vielerlei Hinsicht &#8211; <strong>absoluten Topspiel</strong> der regulären Saison entgegen. Es galt, den Hauptkontrahenten im Kampf um den Aufstieg in die <strong>zukünftige Stadtliga</strong>, den <strong><span style="color:#3366ff;">Kickers aus Markkleeberg</span></strong>, 1994 aus dem Konkurs gegangenen Nachwendeverein 1. FC Markkleeberg entstanden, die Tabellenführung abspenstig zu machen. Das ganze würde kein Selbstläufer werden, dessen war sich ein jeder bewusst, schließlich trotzten die Randleipziger den Leutzschern im Hinspiel ein beachtliches 0:0 ab und sorgten damit für zwei von insgesamt nur vier verlustig gegangenen Punkten auf dem Konto der BSG. Der sportliche Reiz der Partie war also zweifelsohne gegeben, nun oblag es den Akteuren auf und neben dem Platz, der hohen Erwartungshaltung gerecht zu werden. Die Anhänger der Leutzscher ließen sich nicht zweimal bitten, machten per Straßenkunst und Video mobil und waren dabei sehr erfolgreich, denn zur Mittagszeit fanden sich ca. 300 Chemiefans am Connewitzer Kreuz ein und brachten tatsächlich das Kunststück fertig, eine einzige (!) Straßenbahn zu besetzen. Der Fahrer zeigte sich not amused und rächte sich mit ebenso wilden wie unvorhersehbaren Bremseinlagen.</p>
<p>Auf dem Marsch zur Spielstätte machten einige Spaßvögel dem ausgerufenen Motto (&#8220;Am 03.04. platzt die Bombe!&#8221;) alle Ehre und hauchten dem wie leergefegten Markkleeberg ein bisschen Leben ein. Nach 20 Minuten Fußweg war man auch schon am bisher wohl attraktivsten Ground angekommen, den der geneigte Chemiefan nach der Trennung vom FC Sachsen betreten durfte &#8211; dem nach VfB-Leipzig-Legende benannten <strong>&#8220;Camillo Ugi&#8221;-Sportpark</strong>. Zumindest fragwürdig bleibt, ob ausgerechnet bei so ausgezeichneten Gastgebern das Credo &#8220;Wir bezahlen nie &#8211; BSG Chemie&#8221; beherzigt werden muss. Allerdings dürfte das fantastische Frühlingswetter mit Temperaturen von über 21°C im Schatten für ordentlich klirrende Bierkassen gesorgt haben &#8211; was für eine Affenhitze! Ergo musste auch nicht lange überlegt werden, welche Stadionseite in Beschlag genommen werden würde. Auf der gegenüberliegenden Seite erstreckte sich eine herrliche kleine überdachte Tribüne, die die Wirkung eines Geräuschmultiplikators erzielte und den nicht gerade Maracana-verwöhnten Chemiefan in Entzücken versetzte.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 226px"><img class=" " title="Radi" src="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/albums/userpics/10004/P1180736.jpg" alt="" width="216" height="324" /><p class="wp-caption-text">Der Meistertrainer in spe: General Radi</p></div>
<p>Vierzig schier endlose Minuten später war es dann endlich so weit, die Gladiatoren betraten unter tosendem Jubel und Schlachtgesängen die Arena (gut, die Quellen über Pyrotechnik* im antiken Collosseum sowie das Abspielen des Liedes aus dem japanischen Anime &#8220;Die Kickers&#8221; sind dagegen eher spärlich), nahmen Aufstellung und stürzten sich ins Getümmel.</p>
<div id="attachment_240" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickerschemieintro.jpg"><img class="size-medium wp-image-240" title="Pyro-Intro" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickerschemieintro.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Verstärkte Rauchzeichen aus dem Auswärtsblock</p></div>
<p>Der beidseitige <strong>Respekt vor dem Gegner</strong> war deutlich spürbar, denn beide Teams agierten zunächst aus einer kontrollierten Defensive. Zuerst Blanc und anschließend Schlüchtermann wurden per Pass in den Raum sehenswert in Szene gesetzt, doch die wehende Abseitsfahne machte den beiden in ihrem Bemühen um weitere Torannäherung einen Strich durch die Rechnung. In der <strong>14. Spielminute</strong> dann <strong>Schrecksekunde für Chemie</strong>: <strong><span style="color:#3366ff;">Christian Feyers</span></strong> Freistoß trudelte aus Halbdistanz an Freund (Mitspieler) und Feind (Verteidiger sowie ein verdutzter René Karmin) vorbei in die Maschen &#8211; <strong>1:0</strong> für die Kickers! War aber auch ein fieses Ding, denn der Torhüter muss schließlich auf eine Ballberührung und den damit einhergehenden Richtungswechsel spekulieren, welche aber nicht eintrat. Auf ähnliche Art und Weise fiel auch das finale 2:3 im Freundschaftsspiel gegen die Oberligamannschaft des FSV Zwickau. Sei&#8217;s drum &#8211; die Kurve zeigte genau die richtige Reaktion: <strong>Noch intensivere Anfeuerung</strong> der Spieler in grün-weiß als bisher. Auch die Mannschaft wollte den Rückstand nicht lange auf sich sitzen lassen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 316px"><img class="    " title="Zweikampf" src="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/albums/userpics/10004/P1180890.jpg" alt="" width="306" height="204" /><p class="wp-caption-text">Gesunde Zweikampfhärte</p></div>
<p>Immer solider das Zweikampfverhalten, nur das sonst oftmals gut praktizierte Kurzpassspiel wurde durch widrige Platzverhältnisse erschwert. Eben jene wussten die Leutzscher jedoch schon bald für sich zu nutzen, indem man den Heimkeeper, der obendrein das Vergnügen hatte, gegen die Sonne spielen zu müssen, verstärkt durch <strong>Distanzschüsse</strong> unter Druck setzte. Die ersten verheißungsvollen Versuche waren noch nicht von Erfolg gekrönt, doch zum bestmöglichen Zeitpunkt &#8211; zwei Minuten vor dem Pausenbier &#8211; stand unser <strong>Schlüchti</strong> goldrichtig und verwandelte einen Abpraller zum wichtigen Ausgleichstreffer.</p>
<div id="attachment_242" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickerschemieschalparade.jpg"><img class="size-medium wp-image-242" title="Schalparade" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickerschemieschalparade.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Zeigt her eure Jäckchen, zeigt her eure Schals!</p></div>
<p>Frohen Mutes begaben sich die Spieler in die wohlverdiente Halbzeitpause und die Anhängerschar ihrerseits zum kleinen, aber feinen Stadioncatering. Sehr erfreulich, dass sich neben den ca. 500 Fans und Ultras auf der Tribüne <strong>weitere 300 Zuschauer</strong> auf der (übrigens grandiosen) Gegengeraden eingefunden haben und somit nicht nur zu einer tollen Kulisse beitrugen, sondern teilweise auch <strong>deutliche Sympathien</strong> für die Mannen mit dem <strong><span style="color:#008000;">Fünf</span><span style="color:#ffcc00;">eck</span></strong> auf der Brust erkennen ließen und die Mannschaft individuell anfeuerten. Vielleicht darf man den einen oder anderen ja zukünftig auch an der Merseburger Straße begrüßen. Beim nächsten Mal ist definitiv mal ein Wechselgesang fällig!</p>
<p>Viel zu schnell angesichts der langen Schlange vor den Versorgungswägelchen betraten beide Mannschaften, angeführt vom zwar eher kleinlich, dafür aber <strong>konsequent und umsichtig leitenden Schiedsrichterkollektiv</strong>, die Manege und setzten die weiterhin von großem Einsatz geprägte Begegnung fort. Die erste aussichtsreiche Chance hatten die Gäste: Nachdem Kickers-Goalie Markus (danke, User &#8220;Spaetschicht&#8221;!) zunächst gut mitspielte und gerade rechtzeitig vor dem anstürmenden Schlüchtermann zum Einwurf klärte, segelte dessen anschließende herrliche Flanke nur knapp über Blancs Kopf. Markus war kurze Zeit später erneut geprüft, als er einen Schuss aus 17 Metern zur Ecke abwehren musste. Doch auch Markkleebergs Offensive meldete sich bald zurück ins Spiel. Eine flache Hereingabe von der Grundlinie verfehlte nur um Haaresbreite den Adressaten &#8211; Glück für den (Noch-)Tabellenzweiten! Das war es dann aber auch schon mit der Markkleeberger Herrlichkeit, weitere Akzente konnten die Blauen nicht mehr setzen. Ganz anders die Chemiker: Erst konnte ein Kickers-Defender einen Ball gerade so über die Querlatte zur Ecke klären&#8230;</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 334px"><img title="Knappe Kiste" src="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/albums/userpics/10004/P1040670.jpg" alt="" width="324" height="216" /><p class="wp-caption-text">... den hatten viele schon drin gesehen!</p></div>
<p>In der <strong>60. Minute</strong> jedoch setzte sich <strong>Marco Blanc</strong> nach schönem Doppelpass mit <strong>Khokerashvili</strong> stark durch und hielt aus 19 Metern einfach mal drauf &#8211; der Mut wurde belohnt, denn die Kugel setzte exakt vor dem bereits untergetauchten Torhüter auf und sprang über ihn ins Tor. Footballcomedy at its best &#8211; der rechte Torpfosten, malträtiert von des Schlussmannes Stollen, dagegen der Leidtragende! Riesenjubel im &#8220;Gästeblock&#8221; und auch bei den neutralen bis wohlgesonnenen Zuschauern auf der Gegengeraden. Spätestens jetzt waren alle Zweifel, ob die BSG auch heute die drei Punkte mit nach Hause nehmen würde, ausgeräumt.</p>
<div id="attachment_243" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickerschemietor1.jpg"><img class="size-medium wp-image-243" title="Torzelebrierung" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickerschemietor1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">So muss dat!</p></div>
<p>Doch wer nun tatsächlich dachte, Leutzsch würde fortan das Ergebnis verwalten oder gar noch einmal in die Bredouille geraten, sah sich schwer getäuscht. Zwölf Minuten nach dem Führungstreffer gelang es der Kickers-Verteidigung nicht, einen Eckball aus der Gefahrenzone zu befördern, die aufgerückte BSG-Abwehr fing den Ball ab, <strong>Christopher Resch</strong> schaute auf und spielte das Leder diagonal gen Sechzehner, wo bereits <strong>Schlüchtermann</strong> auf einen Fehler der Markkleeberger Hintermannschaft lauerte; mit Erfolg, denn sein Bewacher verschätzte sich völlig und musste zusehen, wie Chemies Spieler mit der Nr. 3 die Kugel technisch sauber annahm, den bemitleidenswerten Markus im Tor ausspielte und zum <strong>alles entscheidenden 1:3</strong> einschob. Finito! Zwar gab es noch die eine oder andere gute Möglichkeit, den Sieg noch höher ausfallen zu lassen, doch ihr müsst mir jetzt einfach mal nachsehen, dass mir die Pfoten weh tun. Und wozu gibt es schließlich Vitlafits phänomenales Video?!</p>
<p>Der Schiedsrichter beendete pünktlich eine <strong>gutklassige Partie</strong> mit einem hochverdienten Sieger, aber auch <strong>fairen, sympathischen Verlierern,</strong> deswegen ging mir der bekannte Schmähruf auch stets mit einem Lächeln über die Lippen ; ) Die Mannschaft, welche ganz anders auftrat als noch vor ein paar Wochen, ließ sich zurecht von ihren Fans feiern und so fand ein wahrhaft glorreicher Fußballnachmittag mal wieder sein Ende.</p>
<div id="attachment_245" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickerschemiepostgame.jpg"><img class="size-medium wp-image-245" title="kickerschemiepostgame" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/04/kickerschemiepostgame.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">So ein Zaun ist schon was feines...</p></div>
<p>Vielleicht noch eine paar kurze Worte zum <strong>Support</strong>, der seinen Namen heute voll und ganz verdiente: Man merkt, sobald es sportlich um etwas geht, sind die Leute viel <strong>emotionaler</strong> bei der Sache und werden tatsächlich zur <strong>Einheit mit den Spielern</strong> auf dem Feld. Deshalb ist das Spiel gegen die Kickers-Reserve in meiner Skala viel höher angesiedelt als der Test gegen die <strong><span style="color:#ff0000;">Jungs aus der Trabbistadt</span></strong>. Danke an alle Beteiligten, insbesondere an die Gastgeber mit ihrem schmucken Stadion! <strong>Bis neulich auf dem 99er!</strong></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 356px"><img class="   " title="Mannschaft lässt sich feiern" src="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/albums/userpics/10004/P1190045.jpg" alt="" width="346" height="230" /><p class="wp-caption-text">Strahlende Gesichter bei strahlendem Sonnenschein - was will Chemiker mehr?</p></div>
<p><strong><span style="color:#008000;">Chemie, Chemie, nur noch Chemie!</span><br />
</strong></p>
<p><em>Vitlafits Video (ein Support-Only-Video gibt&#8217;s in seinem YouTube-Channel):</em> <span class='embed-youtube' style='text-align:center; display: block;'><iframe class='youtube-player' type='text/html' width='640' height='390' src='http://www.youtube.com/embed/7glI9c6MiAI?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' frameborder='0'></iframe></span></p>
<p><em>*Der Problemfan, welcher zu Spielbeginn die Gegengerade einnebelte und sich auch für die schicken Fotos verantwortlich zeichnet, ist dem Autor bekannt.</em></p>
<p><em>Quelle und Hort vieler weiterer Bilder: <a href="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/thumbnails.php?album=104">Fotopage der BSG Chemie Leipzig</a><br />
</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/235/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/235/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=235&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Knappe Kiste</media:title>
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			<media:title type="html">Mannschaft lässt sich feiern</media:title>
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		<title>BSG Chemie Leipzig vs. VfB Zwenkau III</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Mar 2011 02:26:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[BSG Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Leutzsch]]></category>
		<category><![CDATA[99er]]></category>
		<category><![CDATA[Kreisklasse]]></category>
		<category><![CDATA[VfB Zwenkau]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach drei Wochen Chemieabstinenz (bestimmt grausamer als jeder Rauschgiftentzug!) war es dem Autor endlich wieder einmal vergönnt, einem Spiel der grün-weißen Leutzscher beizuwohnen. Dementsprechend groß war die Vorfreude und auch das fantastische Wetter erwies sich als optimales Katerbekämpfungsmittel. Also noch &#8230; <a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2011/03/22/bsg-chemie-leipzig-vs-vfb-zwenkau-iii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=211&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkaubig.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-213" title="bsgzwenkaubig" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkaubig.gif?w=640" alt=""   /></a></p>
<p>Nach drei Wochen Chemieabstinenz (bestimmt grausamer als jeder Rauschgiftentzug!) war es dem Autor endlich wieder einmal vergönnt, einem Spiel der grün-weißen Leutzscher beizuwohnen. Dementsprechend groß war die Vorfreude und auch das fantastische Wetter erwies sich als optimales Katerbekämpfungsmittel. Also noch fix zwei Bierchen in den Beutel gestopft und auf zum Busfahrertreffpunkt im Leipziger Süden. Dort stand auch schon die Meute versammelt, sodass es alsbald losgehen konnte.</p>
<p><span id="more-211"></span>Zu Gast auf dem „99er“ war diesmal die<strong> dritte Mannschaft des VfB Zwenkau</strong>, bei der momentan das Abstiegsgespenst herumspukt. Kein Zweifel also – die drei Punkte würden in Leutzsch (oder Lindenau; wer weiß?) &#8211; bleiben. Andererseits sollten die eher weniger glanzvollen Spiele gegen Schkeuditz und Schleußig Warnung genug sein, die Partie nicht allzu sehr auf die leichte Schulter zu nehmen. Gleichzeitig durften die <strong>283 Zuschauer</strong> gespannt sein, wie sich der zurzeit merklich ausgedünnte Kader auf die Spielstärke der BSG auswirken würde.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkau1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-218" title="bsgzwenkau1" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkau1.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Die Befürchtungen schienen – dies wurde bereits in der Anfangsphase deutlich – nicht völlig aus der Luft gegriffen zu sein. Gegen tief stehende Zwenkauer waren probate Mittel zur Setzung offensiver Akzente Mangelware. Lange Bälle, welche leider zu selten den anvisierten Mitspieler fanden, sowie verheißungsvolle Soloeinlagen, die allerdings spätestens beim vierten Gästeverteidiger ihr jähes Ende fahnden, strahlten eher wenig Gefahr aus. Folgerichtig war es eine Standardsituation, die Chemie in der 25. Spielminute zur Führung verhalf. Der VfB versäumte es, den Ball nach einem Eckball aus der Gefahrenzone zu befördern, sodass <strong>Nico Nicuruppo</strong> abstauben und das Leder in Maschen dreschen konnte. Wer nun allerdings die Hoffnung hegte, das Spiel gewänne an Fahrt, da Zwenkau sein Heil in der Offensive suchen würde, der sah sich getäuscht: Das zuvor beschriebene Bild prägte weiterhin die Szenerie eines mäßigen Kreisklassenkicks.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkau2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-219" title="bsgzwenkau2" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkau2.jpg?w=300&#038;h=150" alt="" width="300" height="150" /></a></p>
<p>Apropos mäßig. Vielleicht das eine oder andere Wort meinerseits zur Stimmung. Geht es nur mir so, oder kommt auch euch der permanente Singsang eher gezwungen vor? Die Kurve glich über weite Strecken des Spiels einem Orchester, das den Anweisungen des Dirigenten brav Folge leistet. Eigene Ideen, kreative Einwürfe, ein Anflug von Spontaneität? Fehlanzeige. Das hab ich von früheren, zugegebenermaßen spannenderen Matches deutlich anders in Erinnerung. Die mit einem Anflug von Sarkasmus dahergekommene Zurechtweisung meiner sympathischen Blocknachbarin traf es schon ganz gut: <em>„Aber, aber! Gesungen wird doch nur, was der Capo sagt!“</em> Nicht unbedingt das, was ich mir unter einer <strong>„freien Kurve“</strong> vorstelle. Auch muss ich einer Aussage in der diesmal sehr prall gefüllten „Orange Times“ widersprechen. Natürlich ist das fußballerische Niveau nicht immer das Gelbe vom Ei. Dennoch würde ich schon für mich in Anspruch nehmen, in erster Linie des Spielgeschehens, und nicht etwa der Party im Block wegen mit von der Partie zu sein. Natürlich bietet sich mir dank der von Restriktionen weitgehend unbehelligten Kicks in der drittletzten deutschen Spielklasse die seltene Gelegenheit, den schnöden Alltag auszublenden und mal aus der Haut zu fahren. Trotzdem – daran besteht für mich kein Zweifel – steht für mich das Spiel unserer Chemiker ganz klar im Vordergrund. Aber genug gemeckert. In manchen Phasen hat das ganze durchaus Spaß bereitet und mit der einen oder anderen Pyroeinlage garniert gab der Block &#8211; dessen konnte ich mich in der zweiten Halbzeit von meinem Hintertorpöbelplatz überzeugen &#8211; ein feines Bild ab.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkau3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-220" title="bsgzwenkau3" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkau3.jpg?w=300&#038;h=168" alt="" width="300" height="168" /></a></p>
<p>Ich würde jetzt gern einige Spielszenen der zweiten Halbzeit schildern. Gar nicht so einfach, denn viel passierte wirklich nicht. Obwohl der Sieg mangels Zwenkauer Angriffsambitionen nie gefährdet schien, war heute irgendwie der Wurm drin. Dies erkannte offenbar auch Trainer Radisa Radojicic, welcher nach 61 Minuten den wiedergenesenen Sven Schlüchtermann ins Spiel brachte. Sogleich gewann die Partie an Dynamik. Die guten Gelegenheiten häuften sich, wurden jedoch allesamt von Gästekeeper Müller (?) zunichte gemacht. Drei Minuten vor Spielende passierte es aber dennoch: <strong>Schlüchtermann</strong>, einmal mehr Chemies Dreh- und Angelpunkt, schnappte sich im Mittelfeld die Kugel und zog nach sehenswertem Doppelpass mit Christian Hense aus 13 Metern ab. Das Leder schlug unhaltbar im Zwenkauer Gehäuse ein und das Spiel war endgültig entschieden. Das Schiedsrichtertrio, das keinerlei Probleme bei der Spielleitung hatte, sah dies wohl ähnlich und pfiff pünktlich ab.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkau4.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-221" title="bsgzwenkau4" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/03/bsgzwenkau4.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p>Sportliches Fazit: Die Zeit der Torreigen ist vorbei, stattdessen verdienen die Triumphe der Akteure mit dem Fünfeck auf der Brust zunehmend das Prädikat <strong>„Arbeitssiege“</strong>. Macht aber nichts, denn wer auf technisch anspruchsvollen Fußball aus ist, dem steht es natürlich frei, sich den Hintern auf einer der Schalenplätze der Red-Bull-Arena breitzusitzen, um diese nach 90 Minuten pfeifend und die eigenen Spieler verhöhnend zu verlassen. Die Chemie in der Mannschaft jedenfalls scheint zu stimmen, was anhand des kollektiven Torjubels mit dem heute nicht mitkickenden Marco Blanc deutlich wurde. Aufgabe für die kommenden Aufeinandertreffen sollte sein, die Konzentration hochzuhalten und nicht etwa den Schlendrian einkehren zu lassen. Nächster Gegner der Leutzscher ist die <strong>dritte Mannschaft von Blau-Weiß Leipzig</strong>, bevor es am übernächsten Wochenende zum Duell gegen den <strong>Spitzenreiter, die Reserve der Kickers aus Markkleeberg</strong>. Ganz klar ein Wegweiser im Kampf um den Aufstieg. Wir sehen uns!</p>
<p><strong>Auf in die Stadtklasse!</strong></p>
<p><strong><span style="color:#008000;">Forza BSG!</span></strong></p>
<p><em>Vitlafits Vid:</em></p>
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<p><em>Bilderquelle: <a href="https://picasaweb.google.com/stephanwaan/ChemieVsZwenkauIII#">DerWaans Fotogalerie</a></em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/211/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/211/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=211&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Aus aktuellem Anlass</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Feb 2011 00:48:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[FC Sachsen]]></category>
		<category><![CDATA[Leutzsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Bestandsaufnahme der Situation im Leipziger Fußball vom &#8220;Chemieblogger&#8221;: KLICK! Update: Offener Brief der IG an die Vorstände des FC Sachsen und der BSG Chemie<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=200&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_201" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/02/protest.png"><img class="size-full wp-image-201" title="protest" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/02/protest.png?w=640&#038;h=456" alt="" width="640" height="456" /></a><p class="wp-caption-text">Unterstützenswerter Protestaufruf der IG &quot;Pro Vereinigung&quot;</p></div>
<p>Bestandsaufnahme der Situation im Leipziger Fußball vom &#8220;Chemieblogger&#8221;: <strong><a href="http://www.chemieblogger.de/2011/02/17/widerstand-von-unten/">KLICK!</a></strong></p>
<p><strong>Update:</strong> <a href="http://igchemie.blogsport.de/2011/02/19/offener-brief-an-die-vorstaende-des-fc-sachsen-leipzig-1990-e-v-und-der-bsg-chemie-leipzig-e-v/">Offener Brief der IG</a> an die Vorstände des FC Sachsen und der BSG Chemie</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/200/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/200/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=200&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>&#8220;Da war doch noch was!&#8221; oder: FSV Zwickau vs. BSG Chemie Leipzig</title>
		<link>http://suendenbock03.wordpress.com/2011/02/07/da-war-doch-noch-was-oder-fsv-zwickau-vs-bsg-chemie-leipzig/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Feb 2011 13:12:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[BSG Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Leutzsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir rekapitulieren nochmal: Das, was dem Schauspiel am Spielfeldrand mit all seinen farbenfrohen Facetten &#8211; subsumierbar als ein Aspekt der Fankultur, dem sogenannten Support &#8211; seine Daseinsberechtigung verleiht, ist das merkwürdige Spiel, was auf einer rechteckigen Rasenfläche mit weißen Linien &#8230; <a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2011/02/07/da-war-doch-noch-was-oder-fsv-zwickau-vs-bsg-chemie-leipzig/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=179&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/02/zwickaubsgbig.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-161" title="zwickaubsgbig" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/02/zwickaubsgbig.jpg?w=640" alt=""   /></a>Wir rekapitulieren nochmal: Das, was dem Schauspiel am Spielfeldrand mit all seinen farbenfrohen Facetten &#8211; subsumierbar als ein Aspekt der Fankultur, dem sogenannten Support &#8211; seine <strong>Daseinsberechtigung</strong> verleiht, ist das merkwürdige Spiel, was auf einer rechteckigen Rasenfläche mit weißen Linien und zwei mit Netzen bespannten Alugebälken an den äußeren Enden stattfindet. Aus scheinbar unerklärlichen Gründen zieht es seit mehr als 150 Jahren die Menschen aller Schichten in unnachahmlicher Manier in seinen Bann. Ihr ahnt es schon, liebe Leser, es handelt sich um das schönste, was die Welt je hervorgebracht hat. Was uns den oftmals allzu tristen, grauen Alltag versüßt, in einer ungeheuer dynamischen Welt Halt und Identifikation bietet &#8211; und was euch eben noch so für Gründe einfallen, warum es uns das Leben lebenswerter macht.</p>
<p><span id="more-179"></span><span style="text-decoration:underline;"><em><strong>Das Fußballspiel!</strong></em></span></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img title="Anfahrt" src="http://chemiefanpage.com/files/wcf/images/photos/photo-73-f71b9ca7.jpg" alt="" width="480" height="270" /><p class="wp-caption-text">Die Spieler in grün-weiß reisten, wie es sich für einen volksnahen Verein gehört, zusammen mit den Fans an. Darf gern tradiert werden!</p></div>
<p>So eins fand nämlich gestern auch statt, auch wenn ca. 60% der Zuschauer eher wenig Notiz davon nahmen. Ich habe mir Mühe gegeben, dem Geschehen auf dem grünen Rasen ebenso viel Aufmerksamkeit zu schenken wie dem Treiben auf den <del>Rängen</del> Hügeln. Und eines garantiere ich euch (denen, die nicht da waren und es nicht sehen konnten und denen, die da waren und es nicht sahen): Ihr habt echt was verpasst!</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 492px"><img class="     " src="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/albums/userpics/10004/IMG_6950%7E0.jpg" alt="" width="482" height="321" /><p class="wp-caption-text">Voller ...</p></div>
<p style="text-align:center;">Die Spieler mit dem magischen Fünfeck auf der Brust erboten den interessierten Zuschauern eine Leistung, die ich ehrlich gesagt nicht für möglich gehalten hätte. Kein Ball wurde verloren gegeben, man warf sich förmlich in die Zweikämpfe und an pointierter Stelle blitzte sogar so etwas wie richtig gute fußballerische Qualität auf &#8211; im positiven Sinne weit vom besseren Kreisklassenniveau entfernt. Ohne jeden Zweifel die stärkste Vorstellung, die die B(all)SG Chemie Leipzig jemals erbot! Wer dabei gewesen ist, wird mir endgültig zustimmen, dass die Jungs sich dieses Trikot wirklich verdienen!</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 550px"><img class="  " src="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/albums/userpics/10004/IMG_7063.jpg" alt="" width="540" height="360" /><p class="wp-caption-text">... Körpereinsatz!</p></div>
<p>Die meiste Zeit doch irgendwie ins Getümmel der Fankurve involviert, kann ich leider keinen &#8220;Kicker&#8221;-würdigen Spielbericht präsentieren, versuche aber dennoch mein bestes. Bereits kurz nach Spielbeginn drang <strong>Sven Schlüchtermann</strong> im wahrsten Sinne des Wortes unwiderstehlich in den Zwickauer Strafraum ein und wurde unsanft zu Fall gebracht. Das jederzeit souveräne Schiedsrichterkollektiv zögerte keine Sekunde und entschied auf <strong>Strafstoß</strong>! <strong>Marco Blanc</strong> trat an und verwandelte souverän. Wer nun dachte, es handele sich um einen reinen Glückstreffer und die Gastgeber würden nun bald mit Leichtigkeit zurückschlagen, der sah sich getäuscht. Chemie parierte Angriff um Angriff der technisch natürlich versierteren Zwickauer mit Bravour und suchte sein Heil in Kontermöglichkeiten. In der 34. Minute war es dann aber doch passiert &#8211; Zwickau glich durch <strong>Mitzerschling</strong> zum 1:1 aus und ging sechs Minuten später auch noch durch <strong>Neumann</strong> in Führung. Egal, schließlich ging es auch für die Spieler um mehr als nur das Ergebnis! Anschließend passierte nicht mehr viel &#8211; Halbzeit!</p>
<p>Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte (herrliche Fußballfloskel): Zwickau angesichts seiner spielerischen Überlegenheit dominant, ohne jedoch in der Lage zu sein, die Leutzscher an die Wand zu spielen und seine Führung auszubauen. 15 Minuten waren gespielt, da nahm der heute sehr gut aufgelegte <strong>Blanc</strong> einen herrlichen Steilpass hervorragend mit und überwand FSV-Hüter Kallisch mit einem <strong>fantastischen Schlenzer</strong> ins rechte Eck. Jaaaaa!!</p>
<p><em>An diese Stelle gehört definitiv ein Jubelbild hinein, wer kann mir aushelfen?</em></p>
<p>Um den Oberligisten nun nicht vollends zu blamieren, entschieden die Gäste, ein wenig nachzuhelfen und ließen in der 68. Spielminute einen eher harmlosen Freistoß, ausgeführt von <strong>Marco Wölfel</strong>, Freund und Feind passieren und letztlich in der rechten unteren Ecke landen. Die Intention war zwar zu offensichtlich, doch ein kleines Gastgeschenk zum Freundschaftskick dürfte in Ordnung gehen. Am Ende war deutlich zu spüren, wieviel unsere Chemiker investiert hatten und die Kräfte gingen zu Neige, was sie allerdings nicht davon abhielt, mit voller Leidenschaft das Spiel bis zum Ende mitzugestalten.  Ich möchte jedem (!) Spieler einfach nur meinen größten Respekt für das Geleistete, auch im Ligenalltag, aber insbesondere heute, aussprechen. Mit <strong>dieser Courage</strong> ist das Ende der Fahnenstange in sportlicher Hinsicht noch lange nicht erreicht! Ihr dürft wahrlich stolz auf euch sein!</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class=" " title="Mannschaft nach dem Spiel" src="http://chemiefanpage.com/files/wcf/images/photos/photo-80-485f83da.jpg" alt="" width="480" height="270" /><p class="wp-caption-text">Unsere Helden in grün-weiß!</p></div>
<p><em>Bilderquellen: <a href="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/thumbnails.php?album=97">Chemie Leipzig Fotopage</a> und <a href="http://chemiefanpage.com/files/index.php?page=UserGalleryOverview">Galerie des Freien Chemiefanforums</a></em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/179/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/179/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=179&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Anfahrt</media:title>
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			<media:title type="html">Mannschaft nach dem Spiel</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>„Sag mal, wie ham se&#8217;nn eigentlich gespielt?“* oder: FSV Zwickau vs. BSG Chemie Leipzig</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Feb 2011 20:01:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[BSG Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Leutzsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Endlich war es so weit: Zwickau! Das Highlight der Winterpause – womöglich der gesamten, noch jungen Vereinsgeschichte der Neuauflage des Leutzscher Kultvereins – stand bevor. Für die Fans beider Lager etwas ganz besonderes – wann bietet sich schon mal die &#8230; <a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2011/02/06/%e2%80%9esag-mal-wie-ham-senn-eigentlich-gespielt%e2%80%9c-oder-fsv-zwickau-vs-bsg-chemie-leipzig/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=148&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/02/zwickaubsgbig.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-161" title="zwickaubsgbig" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2011/02/zwickaubsgbig.jpg?w=640" alt=""   /></a>Endlich war es so weit: Zwickau! Das <strong><a href="http://diablos-leutzsch.net/news/testspiel-highlight-gegen-fsv-zwickau">Highlight der Winterpause</a></strong> – womöglich der gesamten, noch jungen Vereinsgeschichte der Neuauflage des Leutzscher Kultvereins – stand bevor. Für die Fans beider Lager etwas ganz besonderes – wann bietet sich schon mal die Gelegenheit, dem zeitweise doch eher tristen Ligaalltag zu entfliehen und sich mit einem Gegner auf Augenhöhe zu messen? Die Vorfreude war groß, wie der Andrang auf die Kombitickets (Busfahrt + Eintritt + Tuch zur Vermeidung von Rauchvergiftungen; alternativ einsetzbar als Tischdecke, Lendenschurz oder Reinigungsfachfrauenkopfbedeckung) bewies. Mit von der Partie auch allerlei Menschlein, die man noch nie oder schon lange nicht mehr bei Schämie zu Gesicht bekam.</p>
<p><span id="more-148"></span></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 275px"><img class="  " title="Flyer!" src="http://www.redkaos.de/images/flychem.jpg" alt="" width="265" height="374" /><p class="wp-caption-text">Ziemlich ansehnliche Spielankündigung</p></div>
<p>So startete der fünfbussige Konvoi zu &#8211; verglichen mit den üblichen Straßenbahnligagepflogenheiten &#8211; unchristlicher Zeit seine zweistündige Fahrt in die ehemalige Trabantenstadt Zwickau. Der für die Anreise des Autoren zuständige Busfahrer hieß (wie könnte es auch anders sein?) <strong>Uwe</strong> und hatte allerlei Mätzchen auf Lager:</p>
<p>„Und lasst mir die Sitze heile, einer kostet 2500€!“ oder: „Ich bitte euch, die Mülltüten nach der Ankunft in Connewitz zu entsorgen. Ihr könnt sie ja einfach irgendwo abstellen, das fällt dort eh nicht weiter auf!“ Anscheinend entwickelt man als Reisebusfahrer automatisch einen ganz eigenen Sinn für Humor. Nun ja, immernoch besser als die Berufssadisten der öffentlichen Nahverkehrsbetriebe, welche anscheinend kein größeres Vergnügen kennen als nach verzweifelten Sprints potentieller Mitfahrgäste genüßlich den Türverriegler zu betätigen und abzudampfen.</p>
<p>Nach gefühlten eintausendneunhundertvierundsechzig Pinkelpausen erreichte die chemische Horde die traditionsbehaftete Stätte des Spektakels, die altehrwürdige Zwickauer <strong><a href="http://www.erlebnis-stadion.de/?ground=375">Südkampfbahn</a></strong>. An Ort und Stelle wurde der ca. <strong>250 Menschen</strong> starke Haufen auch schon von einem zweiköpfigen Empfangskomitee der einheimischen Ultràgruppierung <strong>Red Kaos</strong>, maßgeblicher Garant für das Zustandekommen der Begegnung, empfangen. Artig wurde also ins Stadion gewatschelt, wo sich schon einige Zuschauer eingefunden hatten. Insgesamt dürften es dann um die <strong>800 bis 900 </strong>gewesen sein. Positiv überrascht war man vom durch den <strong><a href="http://baumhaus.blogsport.de">„Roten Baum Zwickau“</a></strong> (ein alternatives Jugendzentrum) angebotenen Cateringstand, der erstmal im allerbesten Kuttenstile in Beschlag genommen wurde. Das Bier mit liebevoller Eigenetikettierung wartete allerdings eher mit einem gewöhnungsbedürftigen Geschmack (ein Hoch auf den Euphemismus!) auf, aber man will ja nicht pingelig sein, gell?</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 294px"><img class="  " title="Bier." src="http://chemiefanpage.com/files/wcf/images/photos/thumbnails/large/photo-66-8dacdad0.jpg" alt="" width="284" height="368" /><p class="wp-caption-text">Der Beweis dafür, dass gutes Aussehen nicht zwangsläufig guten Geschmack bedeuten muss.</p></div>
<p>Ein Extralob verdienen sich die Verantwortlichen für die <strong>Stadionmusik</strong>: Dritte Wahl und Rantanplan (u.a.) statt verdummendem 08/15-Gedöns, auch hier wurde der gesellschaftskritische Anspruch der Roten Chaoten (boah, klingt das nach BLÖD-Zeitung) deutlich, welchen selbige auch in ihrem Kurvenzine artikulierten. Solch stadionmusikalischen Hochgenuss kennt man sonst nur aus dem fernen Babelsberg! Dank eben erwähntem Fanorgan erfährt der geneigte Leser auch, dass es sich beim FSV Zwickau, seines Zeichens Nachfolger der Europapokalteilnehmerin BSG Sachsenring Zwickau, im Grunde genommen lediglich um einen stinknormalen Provinzverein handelte, bis der Heiland in Person von Red Kaos auf der Bildfläche erschien und alles zum Guten bewegte. Ach, so ist das also! Sehr aufschlussreich!</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class=" " title="Pyromanen Zwickau" src="http://chemiefanpage.com/files/wcf/images/photos/photo-79-0c2710ea.jpg" alt="" width="480" height="270" /><p class="wp-caption-text">Schwere Ausschreitungen sowohl in der Heim- ...</p></div>
<p>Was nun folgte, ist recht schnell erzählt: Nach dem choreographisch inszenierten Intro verbrachten beide Fankurven die 90 Minuten und noch etwas mehr, indem sie ziemlich laut und auch ganz schön die Lieder, die ihnen die Bestimmer auf den Banden vorgaben, trällerten, wild umherhoppelten und mit den mitgebrachten, in mühevoller Eigenarbeit hergestellten Winkelementen herumfuchtelten. Wenn&#8217;s dann doch mal etwas ruhiger wurde, leuchteten flugs bengalische Lichter auf, Rauch nebelte den Block ein (danke für das Tuch nochmal!) und das ganze ging wieder von vorn los. Wer jetzt der Coolere war, wage ich nicht zu beurteilen. Sicherlich wäre dies von den Kriterien, die man zur Bewertung anlegt, abhängig. Was die Lautstärke betrifft, waren die Gäste zweifelsohne überlegen, dafür konnten die Sachsenringer in der Disziplin Seitwärtsweitsprung glänzen.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><img class=" " title="Pyromanen Leutzsch" src="http://chemiefanpage.com/files/wcf/images/photos/photo-77-011db3cb.jpg" alt="" width="480" height="270" /><p class="wp-caption-text">... als auch in der Gästekurve</p></div>
<p>Der Teil der die Zwickauer unterstützenden Dynamo-Dresden-Anhänger, für den diese Sorte sportlicher Aktivität ein bisschen zuviel des Guten war, verließ die „Curva Kaos“ und trug auf seine Art und Weise zu einem unterhaltsamen Fußballnachmittag für die gesamte Familie bei, indem sie einen der ihren für einen Akt des Exhibitionismus – genannt „Flitzer“ &#8211; auserkoren. Leider vergaß (^^) er in all der Aufregung, auf&#8217;s Abseits zu achten und wurde deshalb folgerichtig nicht angespielt. Alles in allem wohl eine gerechte Punkteteilung. Positiv zu vermerken: Auf gegenseitige Pöbeleien wurde verzichtet – die Liebe zum eigenen Verein stand im Vordergrund. An dieser Stelle <strong>Respekt</strong> für die längst überfällige Erkenntnis, dass es außer dem Dschungelcamp wohl nichts Sinnfreieres gibt, als an sich recht koschere Leute, mit denen man im Kindergarten bestimmt die eine oder andere Sandburg zusammen errichtet hätte und heute ruhig mal ein kühles Blondes schlürfen würde, aufgrund ihrer Vereinszugehörigkeit mit allerlei spannenden Schimpfwortkreationen zu belegen. Vielleicht setzt sich auch im Mikrokosmus &#8220;Ultrà&#8221; die Einsicht durch, dass <strong>Gewalt</strong> eigentlich gar nicht mal so geil, geschweige denn das Maß aller Dinge ist?! Am Ende beseitigten einige Greenpeace-Ultras noch die zahlreichen Überreste des Pyrofestivals, sodass sich der Haufen ruhigen Gewissens auf den mit zahllosen niedrigqualitativen Witzen – zumeist auf Kosten eines hier nicht näher  beschriebenen Mitinsassen namens „Schnubelhuber“ &#8211; garnierten Heimweg machte. Unterwegs erblickte man noch zahlreiche Eisenbahner, die leider den Derbysieg erringen konnten.</p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><img class="  " title="Hooliganbus" src="http://chemiefanpage.com/files/wcf/images/photos/thumbnails/large/photo-65-5d64338c.jpg" alt="" width="430" height="323" /><p class="wp-caption-text">Diesen Bus anzugreifen überlegt sich wohl jeder zweimal!</p></div>
<p>So, hab ich noch was vergessen? Achja! Da war ja was! Ist allerdings zugegeben nur ein kleines, unwichtiges Detail. Wen von euch neugierigen Naseweise es dennoch interessiert, der schaut nachher oder morgen (oder halt dann, wie man so schön sagt, wenn&#8217;s fertig ist) <strong><a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2011/02/07/da-war-doch-noch-was-oder-fsv-zwickau-vs-bsg-chemie-leipzig/">hier</a></strong> rein.</p>
<p><em>*Standardfrage vieler Angehöriger der aktiven Fanszene nach dem Spiel</em><br />
<em>Fotoquelle: <a href="http://chemiefanpage.com/files/index.php?page=UserGalleryOverview">DEFENS&#8217; Fotogalerie</a><br />
</em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/148/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/148/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=148&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Flyer!</media:title>
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			<media:title type="html">Bier.</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>1. FC Union Berlin vs. Fortuna Düsseldorf</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Nov 2010 11:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hopping]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine interessante Begegnung erbot sich dem geneigten Fußballverrückten am letzten Freitag &#8211; sowohl sportlich als auch fantechnisch. Beide Mannschaften krebsen derzeit im unteren Tabellendrittel herum, sodass man dem Aufeinandertreffen durchaus den Status eines 6-Punkte-Spiels zuschreiben kann. Die Fortuna, in der &#8230; <a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2010/11/26/1-fc-union-berlin-vs-fortuna-dusseldorf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=137&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/unionf95big.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-144" title="unionf95big" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/unionf95big.jpg?w=640" alt=""   /></a>Eine interessante Begegnung erbot sich dem geneigten Fußballverrückten am letzten Freitag &#8211; sowohl sportlich als auch fantechnisch. Beide Mannschaften krebsen derzeit im unteren Tabellendrittel herum, sodass man dem Aufeinandertreffen durchaus den Status eines <strong>6-Punkte-Spiels</strong> zuschreiben kann. Die Fortuna, in der vergangenen Saison noch Kombatant im Aufstiegsrennen, war nach den ersten sechs Saisonspielen noch immer ohne Punktgewinn, bis ihr am 7. Spieltag nach starkem Kampf in Osnabrück endlich der erste Dreier gelang. Respekt gebührt den Rot-Weißen für ihr geduldiges Festhalten am populären <strong>Trainer Norbert Meier</strong>. Die Eisernen starteten ähnlich suboptimal in die Saison und hatten vor dem Spieltag damit &#8211; genau wie die Düsseldorfer &#8211; <strong>12 Punkte</strong> auf dem Konto. Auch in fanszenischer Hinsicht versprach die Partie so Einiges, schließlich besteht seit dem Klau einer Union-Fanklubfahne durch Düsseldorfer zumindest in der aktiven Fanszene eine gewisse Rivalität.</p>
<p><span id="more-137"></span></p>
<p>Mit diesem Hintergrundwissen begab sich die Zwei-Mann-Besatzung auf den Weg von Leipzig in die Wuhlheide zum Stadion in der Alten Försterei, wo sich nach einigen Kommunikationsschwierigkeiten auch die gesamte Truppe einfand. Die &#8220;neue&#8221; Alte Försterei, erbaut an gleicher Stelle wie ihr Vorgänger, weiß vor allem durch ihre <strong>große Anzahl von Stehplätzen</strong> zu gefallen. Die Sitzplatzzahl dürfte gerade einmal den Minimalanforderungen entsprechen. Fein, fein. Leider scheint sich eine bestimmte Modemarke (und vermutlich auch die damit verbundene Geisteshaltung) unter einigen Unionfans großer Beliebtheit zu erfreuen. Auch in <a href="http://www.f-in.org/kurios_und_aergerlich.php">Teilen der Ultràszene</a> ist manch reaktionäre Ansicht noch nicht passé. Seit einiger Zeit <strong><a href="http://www.schoener-eisern-ohne-nazis.de/">engagiert</a> sich jedoch eine Gruppe eiserner Fans namens &#8220;S.E.O.N.&#8221; gegen eben jene Tendenzen</strong>. Viel Erfolg weiterhin!</p>
<p>Gespannt war man, wieviele Düsseldorfer sich angesichts dieses bescheidenen Spieltermins im Gästesektor einfinden würden, sind doch die Rheinländer aller Coleur als überaus reisefreudiges Volk bekannt. Letztlich waren es wohl <strong>um die 1500</strong>, eine beachtliche Zahl. Insgesamt verfolgten <strong>14.300 Zuschauer</strong> die Begegnung.</p>
<p>Die komplette Überdachung ermöglicht einen imposanten Lautstärkepegel, dennoch lässt die Akustik insgesamt doch etwas zu wünschen übrig, denn selbst bei Stille im Heimbereich ist der gegenüberliegende Gästesektor kaum zu vernehmen. Aber genug gemeckert. Erwähnen wir doch lieber kleine, aber feine Details wie die &#8220;U.N.V.E.U&#8221;-Schriftzüge auf den Auffangnetzen hinter den Toren oder das erträgliche Maß an Werbung, auch dank ausgefallener Anzeigetafel. Die rocklastige Stadionmusik erinnert sehr ans Karli, womit all jenen Lügen gestraft wäre, die den geringen Zuschauerzuspruch in Babelsberg auf Faktoren wie eine schlechte Musikauswahl zurückführen. Wer auf ein choreographisches Schmankerl gehofft hatte, wurde leider  enttäuscht, dafür wusste die sich über das gesamte Stadion erstreckende  Schalparade zur mit Insbrunst vorgetragenen Vereinshymne sehr zu  gefallen.</p>
<p>Zum Spiel an sich möchte ich nicht allzu viel schreiben, denn dies vermögen andere kompetenter und anschaulicher. Zusammenfassend war es der erwartet umkämpfte, nicht unbedingt durch technische Rafinessen bestechende Kick. Kurzum: Genau nach meinem Geschmack. Unschönerweise nahmen beide Mannschaften durch <strong>diverse schauspielerische Einlagen</strong>, die Schiedsrichter Aytekin viel zu selten unterband, das Tempo aus dem Spiel. Auf beiden Seiten waren haarsträubende Fehlpässe zu notieren, Torchancen dagegen eher Mangelware. <strong>Ahmed Madoun</strong>i erbot sich in der Mitte der ersten Halbzeit die Möglichkeit, die Eisernen mit 1:0 in Führung zu bringen, <strong>aber sein Kopfball aus 5 Metern küsste lediglich den linken Torpfosten</strong>.</p>
<p>Erfreulich in der Halbzeitpause: Kein nerviges Pausenspiel, dafür anständige Musikuntermalung. Danach ging es weiter, viel Neues erbot sich den Zuschauern allerdings nicht, denn die Begegnung blieb zerfahren. In der 64. Minute war es dann soweit: Der <strong>Ex-Babelsberger Karim Benyamina</strong>, seit neuestem algerischer Nationalspieler und noch sichtlich erschöpft nach seinem Länderspieldebüt, setzte sich auf der rechten Seite durch und passte in den Rückraum, wo <strong>Torsten Mattuschka lauerte und das Leder mit der Innenseite in die rechte untere Ecke schob</strong>. Riesenjubel unter den Heimfans. Nun gewann die Partie einiges an Fahrt, jedoch konnte keine Mannschaft nennenswerte Chancen herausarbeiten. In der Schlussfahne verstärkte die Fortuna noch einmal ihre Offensivbemühungen, jedoch ließen die Köpenicker nichts mehr anbrennen und schaukelten das Ding nach Hause.</p>
<p>Nachdem mir der Heimatsupport anfangs zu pöbellastig war, wusste er im Laufe des Spiels durchaus zu gefallen. Erfreulich und für Babelsberger Verhältnisse ungewöhnlich: Auch die Gegengerade stimmte eigenständig Lieder und Schlachtrufe an, in welche die Waldseite regelmäßig einstieg. Apropos Waldseite: Bis zu Mattuschkas Treffer beschränkte sich die Bewegung auf den Ultra-Kern um Wuhlesyndikat, Hammerheads und co., vom Tor beflügelt beteiligten sich aber zunehmend mehr Sangeswillige am Support. Die Fortunafans waren aufgrund der wirklich nicht idealen Akustik leider kaum vernehmbar. Schade, denn das Düsseldorfer Liedgut ist für seine Kreativität bekannt. Pyrotechnik wurde beiderseits nicht eingesetzt.</p>
<p>Nach dem Spiel trennten sich unsere Wege. Während die Potsdamer Fraktion auf Empfehlung unseres eingeborenen Begleiters noch einen delikaten Döner verspachtelte, begab sich mein Leipziger Kompagnon wieder zurück gen Freistaat Sachsen. Am nächsten Tag würde man sich ja ohnehin wiedersehen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/137/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/137/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=137&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Auf nach Dresden!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 13:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[SV Babelsberg 03]]></category>

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		<description><![CDATA[<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=132&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/ubflyerdd.jpg"><img src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/ubflyerdd.jpg?w=640" alt="" title="UBflyerDD"   class="aligncenter size-full wp-image-133" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/132/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/132/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=132&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>BSG Chemie Leipzig vs. TSV 1886 Markkleeberg</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Nov 2010 12:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sündenbock03</dc:creator>
				<category><![CDATA[BSG Chemie]]></category>
		<category><![CDATA[Leutzsch]]></category>

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		<description><![CDATA[Am vergangenen Sonntag hieß die Mannschaft mit dem heiligen Fünfeck auf der Brust die Turnsportler aus Markkleeberg willkommen. Der TSV 1886 trotzte Chemies Mitkonkurrenten um den Aufstieg, der Reserve der Kickers Markkleeberg, im letzten Derby ein beachtliches 2:2 ab und &#8230; <a href="http://suendenbock03.wordpress.com/2010/11/18/bsg-chemie-leipzig-vs-tsv-1886-markkleeberg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=119&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886big.gif"><img class="aligncenter size-full wp-image-121" title="bsgtsv1886big" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886big.gif?w=640" alt=""   /></a>Am vergangenen Sonntag hieß die Mannschaft mit dem heiligen Fünfeck auf der Brust die <strong>Turnsportler aus Markkleeberg</strong> willkommen. Der TSV 1886 trotzte Chemies Mitkonkurrenten um den Aufstieg, der Reserve der Kickers Markkleeberg, im letzten Derby ein <strong>beachtliches 2:2</strong> ab und leistete den Grün-Weißen damit wertvolle Schützenhilfe. Gleichermaßen war dies Warnung für die Chemiker, ihren Gegner nicht zu unterschätzen.</p>
<p><span id="more-119"></span></p>
<p>So fand sich der Schreiberling nach Absolvierung seines eigenen Vormittagsspiels rechtzeitig für ein paar Schwätzchen auf dem Wili-Kühn-Sportplatz ein. Herrliches Wetter verlieh dem Kick, welchen neben mir noch <strong>233 weitere Zuschauer</strong> (eindeutig zu wenige) verfolgen wollten, einen würdigen Rahmen. Also noch fix die Stimmbänder geölt und ab ging die Post.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild1.jpg"></a><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild3.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-124" title="bsgtsv1886bild3" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild3.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a>Chemie gab sofort den Ton an und ging <strong>nach schöner Kombination</strong> bereits in der 6. min durch <strong>Sven Schlüchtermann</strong> in Führung. Selbiger setzte sich nach kurzer chemischer Konsolidierungsphase auf der rechten Seite durch und legte quer auf Marco Blanc, der jedoch seines Vorlagengebers Rat (&#8220;Schieß doch!&#8221;) nicht so recht befolgte. Der Markkleeberger Hintermannschaft gelang es aber nicht, den Ball vernünftig zu klären, sodass <strong>Shota Khokerashvili Maß nehmen und die Pille mit Schmackes in den linken Winkel befördern konnte.</strong> Herrlich! Danach passierte bis zur Halbzeitpause außer einer Vielzahl aussichtsreicher Chancen nicht mehr viel Erwähnenswertes.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild2.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-123" title="bsgtsv1886bild2" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild2.jpg?w=200&#038;h=300" alt="" width="200" height="300" /></a>Ganz anders der Beginn der zweiten Hälfte, als <strong>Schlüchti zum 3:0 traf</strong>. Wie genau, erschloss sich dem Autor dank dringlicher Bierholaktivitäten nicht. Quasi im Gegenzug gelang den Gästen der <strong>Ehrentreffer</strong>, als <strong>Sebastian Glathe</strong> einen recht anständig vorgetragenen Angriff erfolgreich abschließen konnte. Wenig später Glück für die BSG, als der heute bei hohen Bällen nicht immer sattelfeste Keeper Mario Jentzsch beim Luftkampf im Torraum leicht touchiert wurde, das daraus resultierende Tor aber nicht anerkannt wurde. Ganz großer Sport ereignete sich in der 66. Spielminute: Khokerash Willi (sorry, der musste sein) mit schniekem Außenristpass auf <strong>Nico Benito Nicurrupo</strong>, der seinen Gegenspieler &#8211; selbst für Kreisklassenverhältnisse &#8211; alt aussehen ließ, in den Strafraum eindrang und <strong>die Kugel ins Eck donnerte</strong>. Den Schlusspunkt setzte in der 84. min erneut <strong>Sven Schlüchtermann</strong>, als er sich nach starkem Einsatz selbst belohnte und einen <strong>Abpraller zum 5:1-Endstand </strong>verwandelte.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild4.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-126" title="bsgtsv1886bild4" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild4.jpg?w=200&#038;h=300" alt="" width="200" height="300" /></a>Besonders hervorheben möchte ich aufgrund der starken Mannschaftsleistung eigentlich niemanden. Dennoch bleibt zu notieren, dass <strong>Marco Blanc</strong>, dem heute etwas das Pech an den Schuhen zu kleben schien, für seine überzeugende und mannschaftsdienliche Spielweise ein Tor verdient gehabt hätte. Allerdings muss es ihm gelingen, seine Nerven besser im Zaum zu halten, denn das Techtelmechtel mit dem Gästetorhüter hätte durchaus weniger glimpflich ausgehen können.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild5.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-125" title="bsgtsv1886bild5" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild5.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a>Achso ja, die Stimmung: Wie immer nett und erfrischend anders, erwähnenswert an dieser Stelle noch der Ausflug einiger Stimmgewaltigen auf die Gegengerade und so manche Sinnlosgesangseinlage (&#8220;schalalalalalalala&#8230; FC Sachsen Leipzig&#8221;; mein Favorit an diesem Tag). Hat Spaß gemacht. Vielleicht kann zukünftig eine Einigung mit den Schiedsrichtern erzielt werden, was die <strong>verantwortungsvolle Verwendung pyrotechnischer Erzeugnisse</strong> betrifft.</p>
<p><a href="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild11.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-127" title="bsgtsv1886bild1" src="http://suendenbock03.files.wordpress.com/2010/11/bsgtsv1886bild11.jpg?w=300&#038;h=200" alt="" width="300" height="200" /></a><strong></strong></p>
<p><strong>Vitlafits Video:</strong></p>
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<p><em>Bilderquelle: <a href="http://www.chemie-leipzig.de/galerie/cpg1418/thumbnails.php?album=95">Fotogalerie BSG Chemie Leipzig</a></em></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/suendenbock03.wordpress.com/119/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/suendenbock03.wordpress.com/119/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=suendenbock03.wordpress.com&#038;blog=17058137&#038;post=119&#038;subd=suendenbock03&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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